IDI (Intercultural Development Inventory / Interkultureller Entwicklungs-Indikator)

Das IDI (Intercultural Development Inventory) wurde in mehrjähriger Arbeit entwickelt und einer dreijährigen intensiven Prüfungsphase ausgesetzt. Das Ziel ist eine angemessene und ehrliche Einschätzung der eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Angehörigen von verschiedenen nationalen und ethnischen Gruppen.
Das IDI ist ein zuverlässiger und gültiger Einschätzungstest, der die eigenen Weltsichten und Wertvorstellungen in Bezug auf andere unter die Lupe nimmt. Es dient auch dazu, die bei interkulturellen Kontakten typischen Reaktionen zu reflektieren.
Der IDI-Test besteht aus 50 Elementen, die sich auf das Entwicklungsmodell der Interkulturellen Sensibilität (DMIS, Developmental Model of Intercultural Sensitivity) von Milton Bennett beziehen. Empirisch gemessen werden sechs Orientierungen auf einer Skala, die von extremem Ethnozentrismus bis zum Ethnorelativismus reicht.
Das IDI kann sowohl Einzelprofile als auch Gruppenprofile erstellen.
Zwei Anwendungsbeispiele:
1. Personen in leitender Stellung werden angehalten, das IDI auszufüllen; anschliessend werden persönliche Interviews geführt. Die Resultate werden für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin in einer ein- bis zweiseitigen persönlichen Analyse zusammengefasst.

Anwendungsbereiche:
- vor einem internationalen Einsatz
- bei Leitungsaufgaben in einer multikulturellen Gruppe
- Sensibilisierungsinstrument während eines
Trainings

2. Das Profil einer multikulturellen Gruppe ermöglicht eine detaillierte Bedürfnisanalyse und zeigt mögliche Problemkreise der Gruppe auf. Das anschliessende Sensibilisierungstraining kann gezielt auf die heiklen Themen eingehen.

Anwendungsbereiche:
- Fokussierende Schulung
- Team and Trust Building
- Konfliktlösungstraining